KomIn2Assist im Rückblick: Erfahrungen, Impulse und Perspektiven
- Intra-Mechanik gGmbH
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 2 Tagen
Part 3: Perspektive Mensch mit Behinderung
Zum Abschluss des Projekts KomIn2Assist geben wir den Menschen eine Stimme, die dieses Vorhaben von Beginn an geprägt und begleitet haben. Seit 2023 bis heute haben Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis das Projekt kontinuierlich mitgestaltet, Erfahrungen eingebracht und Entwicklungen vorangetrieben.
In einer vierteiligen Interviewreihe beleuchten wir ihre Perspektiven auf digitale Assistenz, Inklusion und die Zukunft der Arbeit. Die Beiträge zeigen, wie unterschiedlich die Blickwinkel sind – und wie wertvoll ihr Zusammenspiel für den Projekterfolg war.
Part 3:
Die folgenden Einblicke stammen aus erster Hand: Sie erzählen von anfänglicher Skepsis, wachsendem Vertrauen und der Freude daran, neue Dinge auszuprobieren. Dabei wird deutlich, wie Assistenzsysteme nicht nur bei der Qualitätssicherung unterstützen, sondern auch Motivation, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit stärken können. Die Perspektive der Anwender:innen macht sichtbar, was im Projekt besonders zählt: verständliche Unterstützung, positive Rückmeldungen und das Gefühl, auch anspruchsvolle Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können. Grundlage dieses Beitrags sind zwei Interviews mit Anwendern aus unterschiedlichen Arbeitskontexten der Intra-Mechanik gGmbH, deren Erfahrungen wir im Folgenden gebündelt wiedergeben.
Wie haben Sie die Arbeit mit dem Schlauen Klaus und Gregor im Arbeitsalltag erlebt? Was hat Ihnen geholfen, was war vielleicht schwierig?
Anwender: Ich habe den schlauen Klaus nur für die „Versuche“ erlebt. Zuerst hatte ich etwas Bammel und konnte nicht erkennen, was da auf mich zukommt. Was wollen die von mir? Ist das was Gutes? Die Kollegen haben mir aber geholfen und alles sauber erklärt. Ich hatte keine Angst mehr. Die anfängliche Skepsis verflog sehr schnell als ich den Schlauen Klaus kennenlernen und mit ihm arbeiten durfte. Es hat sogar sehr viel Spaß und Freude gemacht.
Leider hat es ab und zu nicht geklappt und Gregor oder der Klaus haben Pause oder schlapp gemacht. Das war ärgerlich, da ich ja immer schneller werden wollte.
Ich würde sogar mehr mit dem Schlauen Klaus und Gregor machen.
Was hat Ihnen an der Unterstützung durch das System besonders gut gefallen?
Anwender: Der Schlaue Klaus hat aufgepasst, dass ich gute Qualität abliefere und Gregor hat mit mir gesprochen und mich motiviert. Das mit dem Pokal war klasse. Ich wollte immer schneller und besser werden. Als ich mich an die beiden gewohnt hatte, lief es richtig gut. Der Schlaue Klaus hat gleich gemerkt, wenn ich einen Fehler gemacht habe und er hat gewartet, bis ich ihn behoben hatte. Er hat nicht geschimpft, sondern mich danach gelobt.
Das ist echt gut, dass er mir die richtigen Schritte vorgezeigt hat.
Was würden Sie einem Kollegen sagen, der zum ersten Mal mit so einem Assistenzsystem arbeiten soll?
Anwender: Der Gregor und der Schlaue Klaus beißen nicht. Die sind sehr nett und helfen Dir, die schwierigen Montagen zu machen und passen auf, dass du gute Qualität bringen kannst. Du wirst sogar gelobt und erhältst einen Pokal. Ich finde, dass Du Dich schnell an die beiden gewöhnst. Du wirst sie sogar lieben. Du wirst das Hauto in der richtigen Reihenfolge montieren können- so wie es grad benötigt wird.
Was bedeutet es für Sie persönlich, mit so einem System zu arbeiten?
Ich habe mich geehrt gefühlt, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Ich hatte ja keine Verantwortung und durfte zeigen, was ich draufhabe. Mir hat es viel Freude gemacht. Ich war auch schneller wie viele meiner Kollegen. Das mit Gregor finde ich sehr gut. Er hat mich motiviert, noch mehr Gas zu geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich noch schwierigere Arbeiten mit dem Schlauen Klaus und Gregor machen kann. Die helfen mir gute Qualität abzuliefern. Vielleicht können dann auch schwächere Kollegen Arbeiten erledigen, die sie vorher nicht hinbekommen haben.


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