LebensWerkstatt: Assistenzsysteme im Einsatz
- LebensWerkstatt
- vor 8 Stunden
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Was passiert, wenn elektrischer Strom durch einen Widerstand fließt? Es entsteht Wärme. Für ein Steckteil ist diese Information nicht neu, aber sie wirkt sich aus. Denn die Beschaffenheit des Widerstands sowie der elektrische Strom sind dafür verantwortlich, zu welchem Zeitpunkt ein Steckteil zu heiß wird und durchschmort – insbesondere dann, wenn es sich um eine Stromeinspeisung im Hochvoltbereich im Bereich von 300 Volt handelt. Bei diesem Bauteil handelt es sich um ein Steckteil, das unter anderem in Platinen Verwendung findet.
Die LebensWerkstatt und ihre Werkstatt in Schwäbisch Hall kennzeichnen in Beauftragung durch Fa Würth Elektronik eiSos GmbH & Co KG bereitgestellte Steckteile in drei Varianten mit roten coding keys, um sie zu konfektionieren. Eine Mitarbeiterin mit Beeinträchtigung in der Lebenswerkstatt, Laura M., bestückt dazu die Steckteile (Reihenklemmen mit 8, 16 und 26 Steckpositionen) an vorgegebenen Positionen mit roten Codierelementen. Sie nutzt dazu eine eigens von der Lebenswerkstatt hergestellte Vorrichtung, die ihr anzeigt, an welcher Stelle der coding key zu setzen ist.

Im Rahmen des Projekts KomIn2Assist wollten wir das neu entstandene Assistenzsystem mit Gregor an einem Echtbauteil erproben. Hierzu wurde der Schlaue Klaus, der von der Fa Optimum GmbH eigens mit einem Objektiv mit einer 35 mm Linse ausgestattet wurde, eingeteacht, sodass dieser kontrollieren kann, ob die coding keys an den richtigen Stellen gesetzt wurden.



Für die LebensWerkstatt ist dieser Einsatz des Schlauen Klaus ein echter Gewinn, da die spezielle hochauflösende Linse es möglich macht, die für das bloße Auge nur schwer erkennbaren roten Markierungen zu erkennen. Dafür ist nun eine Lösung gefunden: Qualitätskontrolle gemischt mit Anleitung und Begleitung durch den Schlauen Klaus und Gregor, die beidermaßen dazu beitragen, dass Frau M. sofort sieht, ob das Steckelement korrekt ist und in die bereitstehende blaue Box abgelegt werden kann. Damit wird die Gruppenleiterin Frau K um die Sichtprüfung entlastet. Laura M. und Frau K erhalten dadurch mehr Zeit für die Verpackung und die Vorbereitung zur Auslieferung.
Die Produktionszeit hat sich durch diese Qualitätsendkontrolle erheblich verringert. So wäre es rechnerisch möglich, bis zu 14.000 Reihenstecker in nur 2 Arbeitswochen zu produzieren – was ohne die Unterstützung des Schlauen Klaus deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt und zudem auch wirtschaftlich betrachtet, menschlichen Irrtum zulässt. Außerdem hat Laura M., wie sie selbst sagt, einen schönen und anspruchsvollen Arbeitsplatz gefunden, der abwechslungsreich ist und ihr viel Spaß macht. Gregor als Gamificationelement im Schlauen Klaus sorgt für etwas Abwechslung und weckt den inneren Ehrgeiz.
Autonomie am Arbeitsplatz - zufrieden, happy und erfolgreich.





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