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Gamification am Arbeitsplatz: Eine inklusive Perspektive

Gamification, die Integration spielerischer Elemente in den Arbeitsalltag, hat sich als ein wirksames Instrument erwiesen, um Motivation, Engagement und Produktivität der Mitarbeiter zu steigern. In diesem Blogbeitrag liegt der Fokus besonders auf der Anwendung von Gamification im Kontext von Inklusion, insbesondere für Menschen mit Behinderungen.

(Foto: Wix)


Definition von Gamification: Ein spielerischer Ansatz zur Arbeitsgestaltung


Gamification bezieht sich auf die Anwendung von Spielprinzipien und -elementen in nicht-spielerischen Kontexten, wie etwa im Arbeitsumfeld. Es nutzt psychologische Mechanismen, um intrinsische Motivation zu fördern und Mitarbeiter aktiv in ihre Aufgaben einzubinden.

Gamification spricht den angeborenen Wunsch nach Leistung, Anerkennung und Meisterschaft an, und weckt dadurch eine tiefe, innere Motivation bei den Mitarbeitern. Diese intrinsische Motivation entspringt nicht äußeren Belohnungen oder Druck, sondern dem individuellen Interesse und der Zufriedenheit, die aus dem Streben nach persönlicher Exzellenz und Anerkennung erwächst. Gamification nutzt dieses psychologische Prinzip, indem sie Aufgaben nicht nur ansprechend gestaltet, sondern auch die intrinsische Freude am Erreichen von Zielen und Herausforderungen fördert. So werden Mitarbeiter nicht bloß dazu veranlasst, ihre Pflichten zu erfüllen, sondern sind motiviert, aktiv und eigenständig zu Höchstleistungen aufzusteigen, weil sie es wollen, nicht weil sie müssen. Die Schlüsselelemente von Gamification – Belohnungen, Herausforderungen und Wettbewerb – schaffen ein dynamisches Erlebnis, das die intrinsische Motivation verstärkt.


Gamification für inklusive Arbeitsplätze: Chancengleichheit und Motivation für alle


In einem inklusiven Arbeitsumfeld spielen Spaß, Motivation und positive Erfahrungen eine entscheidende Rolle. Die Implementierung von Gamification bietet hier zahlreiche Vorteile:

Durch barrierefreie Spielmechanismen und Schnittstellen erhalten Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, uneingeschränkt an Arbeitsplatzinitiativen teilzunehmen. Die Zugänglichkeit von Gamification schafft somit eine inklusive Umgebung und Teilhabe. Die unmittelbare Rückmeldung durch Punkte, Abzeichen und Ranglistenplatzierungen informiert über Fortschritte und fördert eine stetige Verbesserung.


Die angenehme Ausgestaltung der Arbeit durch Gamification trägt entscheidend zur Steigerung der Zufriedenheit und des Wohlbefindens von Mitarbeitern mit Behinderungen bei. Diese positive Gestaltung des Arbeitsumfelds fördert nicht nur das Engagement, sondern trägt auch zu einem nachhaltigen Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei.

Durch die Integration von spielerischen Elementen wie Punktesystemen und Belohnungen werden das Engagement und die Produktivität der Mitarbeiter maßgeblich gesteigert. Diese gamifizierten Anreize schaffen eine motivierende Atmosphäre, in der Mitarbeiter bereitwillig an ihren Aufgaben arbeiten und ihre Leistungsbereitschaft erhöhen.


Die Förderung von Produktivität und Innovation wird durch spielerische Anreize zusätzlich verstärkt. Die gamifizierten Elemente unterstützen nicht nur die Kreativität der Mitarbeiter, sondern regen auch den Austausch von Ideen an. So entsteht eine dynamische Umgebung, in der innovative Ansätze gefördert werden und die Mitarbeiter dazu ermutigt werden, neue Wege zu finden und kreative Lösungen zu entwickeln.


Gamification erweist sich zudem als wertvolles Instrument für die Förderung von Schulungsprogrammen bei Mitarbeitern mit Behinderungen. Durch interaktive Elemente werden nicht nur Fähigkeiten weiterentwickelt, sondern auch Wissen auf eine ansprechende Weise vermittelt, verbessert das Lernverhalten der Mitarbeiter und fördert das nachhaltige Lernen.


Die Integration klarer Ziele und strukturierter Erfolgswege stärkt das Selbstvertrauen von Mitarbeitern mit Behinderungen. Individuelle Fortschritte können verfolgt werden, was nicht nur zu persönlicher Entwicklung, sondern auch zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein führt. Gamification schafft somit nicht nur Chancengleichheit, sondern fördert auch die persönliche und berufliche Entwicklung von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz.

Insgesamt eröffnet Gamification nicht nur neue Wege für die Mitarbeitermotivation und Produktivitätssteigerung, sondern trägt auch maßgeblich zur Schaffung inklusiver Arbeitsplätze bei. Durch die bewusste Integration von barrierefreien und empathischen Gamification-Elementen können Unternehmen eine Kultur der Vielfalt und Zugehörigkeit fördern, die alle Mitarbeiter, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Behinderungen, aktiv einbindet und unterstützt.


(Foto: Femos gGbmH)


KomIn2Assist: Gamifizierte Assistenzsysteme für inklusive Arbeitswelten


Diese Aspekte sind die Grundlage für unsere Forschung. Unser Projekt „KomIn2Assist“ soll die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt fördern. Dabei setzen wir auf das kontextbewusste Assistenzsystem "Schlauer Klaus" mit textbasierter Interaktion und Gamification, um Kompetenzen, Autonomie und Selbstvertrauen zu stärken und die Motivation zum explorativen Lernen und Arbeiten zu steigern. Wir arbeiten eng mit Experten von der Firma Optimum (Hersteller des Schlauen Kaus) und dem Affective & Cognitive Institute der Hochschule Offenburg zusammen, um innovative Ansätze wie "empathic agents" und gamifizierte Arbeit zu erforschen.


Praktisch unterstützt wird das Projekt durch die Anwenderunternehmen, die das Assistenzsystem testen und Menschen mit Beeinträchtigungen kontinuierlich in die Entwicklung und Evaluation einbeziehen. Wir konzentrieren uns darauf, die Arbeitsumgebung (Gamification-Ansatz) weiterzuentwickeln und die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Die verschiedenen Innovationselemente unseres Projekts umfassen Gamification, agentenbasiertes Feedback, KI-gestütztes Einteachen und adaptives Wissensmanagement. Wir sind gespannt, welche Projektergebnisse wir in den nächsten 2 Jahren erreichen werden.


Genauso gespannt wie wir? Dann verfolgen Sie den Stand des Projekts auf unserer Webseite unter Aktuelles, sowie unseren Twitter- und LinkedIn-Accounts.


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