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Wissenschaft trifft Praxis: Warum interdisziplinäre Teams bessere Assistenzsysteme entwickeln

  • komin2assist
  • 13. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Die Entwicklung digitaler Assistenzsysteme ist komplex. Sie berührt technische, soziale, organisatorische und menschliche Aspekte zugleich. Kein einzelner Fachbereich kann all diese Perspektiven abdecken und genau deshalb setzt KomIn2Assist auf ein interdisziplinäres Konsortium. Die Zusammenarbeit von Partnern aus Sozialwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung schafft eine Vielfalt, die für ein Projekt dieser Art unverzichtbar ist.  Auf den ersten Blick wirken die unterschiedlichen Arbeitsweisen, Sprachen und Blickwinkel wie eine Herausforderung. Im Projekt werden sie jedoch zu einer großen Stärke. Denn erst durch diese Vielfalt entsteht ein Assistenzsystem, das sowohl technisch robust als auch im Alltag wirklich hilfreich ist. 



Photo: Femos gGmbH
Photo: Femos gGmbH


Warum Vielfalt in der Entwicklung entscheidend ist

Digitale Assistenzsysteme müssen nicht nur funktionieren, sondern auch in sehr unterschiedlichen Arbeitsumgebungen bestehen. Sie müssen verständlich sein, barrierefrei gestaltet werden und sich an reale Abläufe anpassen.

Das gelingt nur, wenn Menschen mit verschiedenen Kompetenzen zusammenarbeiten:


  • Wirtschafts- und Industriepartner, die Prozesse, Produktionsumgebungen und technische Anforderungen kennen.

  • Wissenschaft und Forschung, die Methoden, Modelle und Technologien entwickeln und evaluieren.

  • Werkstätten und Einrichtungen, die reale Arbeitsplätze und echte Nutzungsszenarien einbringen.

Diese Mischung sorgt dafür, dass Assistenzsysteme nicht an den Bedürfnissen der Menschen vorbeientwickelt werden, sondern dort ansetzen, wo sie wirklich gebraucht werden.


Die Projektpartner von KomIn2Assist 

Die Stärke des Projekts liegt in der Zusammenarbeit seiner Partner. Jeder von ihnen bringt eine eigene Perspektive ein, die das Gesamtbild vervollständigt.


Femos gGmbH

Die Femos gGmbH ist ein Inklusionsunternehmen, das Menschen mit Behinderung seit vielen Jahren berufliche Teilhabe ermöglicht. In den Landkreisen Böblingen und Calw entstehen Arbeitsplätze, die sich an den Anforderungen der freien Wirtschaft orientieren und zugleich einen unterstützenden Rahmen bieten. Mit dieser langjährigen Erfahrung aus inklusiven Arbeitsumgebungen bringt das Unternehmen wertvolle Perspektiven in das Projekt KomIn2Assist ein. Deshalb werden Assistenzsysteme wie der Schlaue Klaus direkt im realen Arbeitsalltag getestet, wodurch praxisnahe Rückmeldungen für die Weiterentwicklung entstehen.


OPTIMUM GmbH

OPTIMUM entwickelt seit über 30 Jahren kamerabasierte Assistenzsysteme und ist Hersteller des Schlauen Klaus. Im Projekt bringt das Unternehmen seine technische Expertise ein und arbeitet daran, die Werkerassistenz weiterzuentwickeln. Dazu gehört unter anderem der Einsatz von KI beim Einteachen sowie die Zusammenführung des Gregors mit dem Schlauen Klaus. 


Lebens Werkstatt  Die LebensWerkstatt unterstützt Menschen mit Behinderungen in Arbeit, Bildung, Wohnen und Freizeit. Sie bringt in KomIn2Assist wertvolle Einblicke in individuelle Unterstützungsbedarfe ein und sorgt dafür, dass die entwickelten Assistenzsysteme im Alltag wirklich funktionieren und Selbstbestimmung stärken.


Intra Mechanik gGmbH

IntraMechanik ist ein Inklusionsunternehmen mit Erfahrung in CNC Fertigung, Logistik und Montage. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung seit vielen Jahren gemeinsam. Diese praktische Perspektive hilft dem Projekt, Assistenzsysteme zu entwickeln, die robust, praxistauglich und für heterogene Teams geeignet sind.


Hochschule Offenburg – Affective & Cognitive Institute (ACI) 

Das ACI forscht zu Human Computer Interaction, Gamification, Affective Computing und sozialen Robotern. Im Projekt verantwortet das Institut zentrale Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, etwa empathische Assistenzagenten wie Gregor oder spielerisch angereicherte Arbeitsprozesse. Darüber hinaus begleitet das Team die iterativ durchgeführten Evaluationen wissenschaftlich, um die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme fundiert zu unterstützen. Die wissenschaftliche Perspektive bildet damit ein wichtiges Fundament für die technologische Weiterentwicklung.


Wie Zusammenarbeit zu besseren Lösungen führt Interdisziplinäre Teams bringen nicht nur unterschiedliche Kompetenzen zusammen, sondern auch unterschiedliche Sichtweisen.

Das führt zu Lösungen, die:

  • praxisnah sind, weil sie aus realen Arbeitsabläufen entstehen

  • wissenschaftlich fundiert sind, weil sie auf Forschungsergebnissen basieren

  • technisch robust sind, weil Industriepartner ihre Expertise einbringen

  • barrierefrei und inklusiv sind, weil Sozial- und Teilhabepartner die Bedürfnisse der Nutzer*innen kennen

Diese Kombination macht KomIn2Assist zu einem Projekt, das nicht nur neue Technologien entwickelt, sondern echte Verbesserungen im Arbeitsalltag ermöglicht.


Fazit: Gemeinsam entsteht, was allein nicht möglich wäre 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist kein organisatorischer Aufwand, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Partner von KomIn2Assist zeigen, wie wertvoll es ist, wenn unterschiedliche Fachbereiche gemeinsam an einem Ziel arbeiten. So entstehen Assistenzsysteme, die nicht nur technisch überzeugen, sondern Menschen im Arbeitsalltag wirklich unterstützen - verständlich, barrierefrei und praxistauglich.


Genauso gespannt wie wir? Dann verfolgen Sie den Stand des Projekts auf unserer Webseite unter Aktuelles oder auf unserem LinkedIn-Account.

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